Samstag früh schrieb ich der Person eine Private Nachricht bei Twitter und fragte, ob der Deal noch steht. Die Antwort war knapp: Ja. Sie brauche noch Schlaf, würde aber gegen 13 Uhr da sein. Ich dachte mir, ich lass sie mal in Ruhe, musste ja sowieso ab 10 Uhr arbeiten. Gegen halb 12 kam dann eine E-Mail, die ich allerdings erst gegen 12/halb 1 las (wie gesagt: Arbeit).
In dieser war davon die Rede, dass ein Follower sie angerufen hätte. Bis zu einem gewissen Punkt habe sie noch Verständnis gehabt dafür, dass wir alle aufgebracht waren, und durch die vielen Verzögerungen auch misstrauisch. Aber der Bogen wäre nun überspannt, da einige Leute wohl im Krankenhaus angerufen hätten oder bei der Familie der Person sowie bei dem Freund, der Donnerstags zuvor die Sachen ausliefern sollte.
Dass ein paar von uns gegoogelt hatten, hatte ich ihr ja am Tag zuvor in einem morgentlichen Telefongespräch (das, in dem die offizielle Absage für Donnerstag Abend folgte) mitgeteilt, war auch vollkommen okay. Nun aber wurde uns das – wahrscheinlich nur als Vorwand – vorgehalten. Auch sei die Situation ausgenutzt worden, um einen weiteren Rabatt rauszuschlagen.
Wenn ich das richtig recherchiert habe, ging diese E-Mail nur an mich raus (keine Ahnung, ob das stimmt). Fakt ist, diese Person hat mir VON SICH AUS einen weiteren Rabatt – als Entgegenkommen – angeboten. Ich habe NICHT danach gefragt, ich wollte das alles nur hinter mich bringen und das Thema abschließen. Unterschwellig sei Abzockerei unterstellt worden. Ja, korrekt. Das habe ich so gesagt, dass meine Kollegen, meine Frau und auch ich die Sache teilweise nicht mehr als koscher empfanden und daran gedacht haben, dass es um eine Verarsche geht. Nicht Abzocke, denn es sollte ja – wir erinnern uns – keine Vorkasse geleistet werden.
Die oft erwähnten guten Freunde von mir haben Freitag früh eine Reise angetreten, auch Donnerstags Abends auf die Ware gewartet und schon mal ihre microSIM-Karten aktiviert. Laut der E-Mail der Person sei es nicht der Fall gewesen, dass sie gesagt habe, dass man sich schon mal microSIMs besorgen sollte… Mir wurde das so nicht gesagt, daher weiß ich davon nichts.
Außerdem war die Rede von einem Gesuch bei ihrem Anwalt. Sie habe nicht vor, rechtliche Schritte einzuleiten. Es gebe keinen rechtsverbindlichen Kaufvertrag, kein Handschlagsgeschäft. Ein Freundschaftsdienst sei das. Wir sollten Verständnis zeigen, dass etwas schief gehen kann. Und ja, bis zu einem gewissen Punkt hatte ich das. Um ehrlich zu sein, bis diese E-Mail kam. Ich habe die Geschichte(n) geglaubt, und mich auf Dienstag, Donnerstag, Samstag vertrösten lassen.
Allerdings habe sie nun nicht mehr vor, die Ware auszugeben. Eine sehr glaubhafte Person hat mit ihr telefoniert und wohl ziemlich schlimme Dinge über “uns andere” gesagt. Woher auch immer diese Person ihre Informationen hatte. Und ja, ich bin ehrlich (siehe voriger Artikel): Ich habe gegoogelt. That’s it. Ich habe weder im Krankenhaus angerufen noch öffentlich darüber hergezogen (ja, ein oder 2 Tweets gibt es, aber ohne Bezug; ich war nur richtig sauer, Donnerstags, und musste das rauslassen).
Was wir gesagt haben (wer auch immer diese E-Mail bekommen hat bzw. damit gemeint ist, und wer auch immer die Person ist, die das alles wusste, und woher auch immer… – würde mich brennend interessieren!) sei skrupellos. Mag sein. Aber nicht, was ich tat und gesagt habe. Ich habe mich für das Googeln und für die beiden bösen, wenn auch bezuglosen Tweets, entschuldigt. Sie hatte sich entschuldigt für ihre “bösen” Tweets in der Nacht (war nicht so schlimm, einfach nur, dass wir ja Verständnis haben sollten und das schon alles irgendwie hinhaut und so). Also eigentlich waren wir – Stand Freitag – im Guten “auseinander gegangen”. Die Verabredung für Samstag war ja besiegelt.
Sowohl sie, ihre Familie, Schwiegerfamilie sollen nicht durch Anrufe, E-Mails oder persönliche Besuche belästigt werden. Falls doch, werde sie anwaltliche Schritte einleiten. Das Internet sei kein rechtsfreier Raum. Sämtliche Freund- und Bekanntschaften seien damit hinfällig. Bei Twitter wurden ich und meine Frau auch entfolgt – meine guten Freunde jedoch nicht. Von der Person seien keinerlei Blogposts, Tweets, etc. zu erwarten
Ende des Kontaktes. Ich habe noch kurz eine E-Mail zurück geschrieben, dass ich ja nichts getan hätte, wir “im Reinen” waren und ich mich über eine kurze Stellungnahme freuen würde. Leider blieb diese E-Mail bis zum heutigen Tage unbeantwortet (und ich glaube auch nicht, dass da noch was kommt).
[to be continued...]
Morgen kommt übrigens der letzte Teil. Wie angekündigt nur ein kurzer Rückblick und die aktuelle Situation (ein kleines Update gibt es nämlich noch bzw. eine Sache, die ich nicht ganz verstehe. Kleiner Hinweis am Rande (überwiegend an alle, die denken, ich bausche das hier auf, weil ich rachsüchtig bin): Überwiegend möchte ich einfach nur verstehen, was in dieser Person vorgeht. Wir (meine Kollegen, meine Frau, gute Freunde und Bekannte und ich) gehen nun nämlich davon aus, dass wir verarscht wurden. Wieso sollte jemand so etwas tun? ist die Frage, die bis jetzt noch nicht geklärt ist. Aber wahrscheinlich wisst ihr die Antwort darauf ebenso wenig wie wir.