Die Apple-Gadget-Story – Teil 2: Vorgeschichte
Schon vor einigen Monaten lernte ich die Person (im Folgenden der Einfachheit halber nur noch “sie” genannt) bei Twitter kennen. Wir haben ein paar Mal miteinander getwittert, später auch telefoniert. Wir plauderten nett, teilweise privat, teilweise geschäftlich. Irgendwann hörte sie davon, dass ich auf Jobsuche bin und bot mir an, Bekannte zu fragen, ob sie nicht jemanden bräuchten. Sie selbst war auch auf der Suche, arbeitete aber viel mit brisanten Daten, daher war sie noch nicht sicher, ob ich für sie arbeiten könnte. Auch finanziell gab es noch einiges zu klären. Sie bot mir an, eine Webseite für ihr Unternehmen zu erstellen, vertröstete mich aber mit dem Gesprächüber eine eventuelle Zusammenarbeit auf Mitte Juli.
Irgendwann erfuhr sie bei Twitter davon, dass ich ein iPhone 4 haben möchte. Sie bot mir, und anderen, an, die Geräte auf einer USA-Reise zu erwerben und dann – ordentlich verzollt – an uns zu übergeben. Da sie bei Apple Entwicklerin sei, bekäme sie einen horrenden Rabatt in Höhe von ca. 75% auf alles, was es im Apple Store gibt. Klang eigentlich absurd, aber ich habe ihr die Geschichte erstmal abgekauft. Denn wieso sollte jemand – der das Geld erst bei der Übergabe verlangt und nicht Vorkasse – sich solch eine Geschichte ausdenken.
Am 22. Juni war es dann so weit. Wir bekamen eine E-Mail von ihr mit genauen Instruktionen und dem endgültigen Gerätepreis: Ein iPhone 4 mit 16 GB Speicher sollte 208 USD kosten, die 32 GB-Variante 298 USD. Dazu natürlich noch 18% Zoll, jedoch keine MwSt., da geschäftlich (vorsteuerabzugsberechtigt) importiert. Die Geräte sollten natürlich Netlock-frei und ohne Vertragsbindung sein, wir hätten sie auch in weiß bekommen können.
Für jedes Gerät sollte eine Rechnung der Firma Apple ausgestellt werden, außerdem bekämen wir sowohl eine Wiederverkaufsgenehmigung und eine Rechnung der Person. Die Geräte sollten inklusive AppleCare kommen und daher auch über die erweiterte Garantie verfügen.
Abflug: 4.7. – Rückreise: 10.7. … Sie würde persönliche Übergaben bevorzugen. Wir sollten ihr eine Bestellung per E-Mail schicken und eventuelle Fragen könnten wir auch auf diversen anderen Kanälen stellen.
Nach ein paar Telefonaten wurde mir gestattet, meine Bestellung etwas auszuweiten ;) Und ich habe mich für einen etwas größeren Warenkorb entschieden. Was genau ich wollte, tut nichts zur Sache (eventuell werde ich es in einem weiteren Teil erwähnen), jedoch war mein Warenkorb prall gefüllt. Inklusive zwei weiterer iPhones für meine Kollegen lag meine Gesamtsumme knapp über 1700 Euro inkl. Zoll.
[to be continued...]
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Na, dann hoffe ich doch für dich, das alles glatt läuft.
Ist es nicht. Macht aber nix. Ich hätte der Sache von Anfang an nicht vertrauen sollen.
Oh, ups. Hab den ersten Teil nicht gelesen.
Möchte gerne erfahren wies weitergegangen ist. Was sollte das ganze dann eigentl.? Ich meine Geld hat “Sie” ja nicht bekommen…
Macht ja nichts, kannst du ja noch nachlesen :)
Da fällt mir nur ein: If it’s too good to be true, it probably is.
Uff, da weiß man gleich gar nicht, wo man anfangen soll…aber etliche Punkte hätten dir oder einem anderen der Beteiligten dann doch auffallen sollen…!?
Kein Mensch bekommt bei Apple 75% Rabatt, weder Mitarbeiter, noch Presse, noch Entwickler…
Apple USA bietet keine Geräte ohne Net-Lock oder SIM-Lock an…
Weiße iPhones gibt es bis heute nicht…
Und so könnte man munter weitere Dinge aufzählen, die einen früher oder später stutzig machen sollten…! ;)
Es gibt bei der ganzen Story auch vieles, das ich nicht verstehe — warum jemand einem mal locker fast 2.000,- Euro auslegen sollte, wie man sich so eine fette Bestellung mal so locker leisten kann (was mich allerdings nichts angeht), etliche Dinge mehr…
Aber was ich im Grunde am wenigsten verstehe — warum hakst du das Ganze nicht einfach ab, anstatt daraus gleich einen Mehrteiler an Blogposts zu machen…?! Offenbar ist die besagte Person extrem geltungsbedürftig oder zu doof, um einen sauberen Betrug hinzubekommen oder was auch immer ihre Beweggründe waren — aber niemand hat irgendeinen Verlust dadurch, keiner ist wirklich über den Tisch gezogen worden, es ist im Grunde nichts passiert…! Sich darüber groß aufzuregen bringt doch niemandem was…!?
Wie gesagt: Wenn diese Person ausdrücklich sagt, dass sie keine Vorkasse verlangt, sondern alles in einer persönlichen Übergabe abwickelt – wieso sollte ich skeptisch sein? Gut, wegen der Preise. Aber die Person kam von Anfang an authentisch rüber. Nun weiß ich: Apple-Mitarbeiter bekommen 10% auf alles, was es in den Stores gibt. Zusätzlich 3x im Jahr 15% für Freunde und Familie auf ein komplettes System. Zumindest spuckte Google mir das aus.
Wieso ich drüber blogge? Weiß zurzeit eh nicht, was ich bloggen soll. Sommerloch. Wieso nicht einfach die Geschichte niederschreiben? Dafür ist ein Blog doch da?!
Hast du dich denn nie gefragt warum diese Person dir das iPhone für ein paar hundert Dollar verkaufen sollte anstatt es für 1000 EUR bei eBay zu verkaufen?!
Kein Mensch mit gesundem Verstand verkauft etwas für 300 EUR wenn er auch 1000 EUR haben kann, das ist doch eine ganz einfache Sache.
Ja, ich war skeptisch. Aber ich wäre auch so. Wir kannten uns ja, nur nicht persönlich. Wenn ich nun nach London fliegen würde, und ein iPhone übrig hätte, würde ich das auch einem Bekannten (einem neuen Kollegen z.B.) zum EK abgeben, statt es in eBay zu stellen.
Gegenfrage: Wieso sollte diese Person mich, meine Trauzeugen, andere Leute, die ich persönlich kenne, und noch ein paar Leute mehr, verarschen? Sie hat doch kein Geld bekommen?
ja, das ist allerdings mehr als fraglich was man davon hat so ein tamtam zu machen. Manche leute machen sich halt auch gerne wichtig, das ist das einzige was mir dazu einfällt.
Zu deinen Zahlen kommen noch 40% (glaube das waren 40%) einmal im Jahr auf einen neuen Mac.
Also für mich klingt die Geschichte, wie ein typischer “Nigeria-scam”.
Solltest Du vielleicht mal lesen, dann wärst Du sicherlich früher drauf gekommen, dass hier was faul ist:
http://de.wikipedia.org/wiki/Vorschussbetrug#Nigeria-Scam
Kleiner Unterschied: Es sollte ja in diesem Fall gar kein Vorschuss geleistet werden.