Wie ich dank Twitter einen Job bekam
Vorab: Dieser Artikel ist lang. Ich möchte das Blog aber nun mehr dazu nutzen, etwas über meine Person und mein Leben zu schreiben. Für alle Lesefaulen und für alle, denen eine Zusammenfassung reicht, habe ich diese am Ende des Artikels positioniert. Allen anderen danke ich für ihr Interesse.
Viele haben in den vergangenen Monaten via Twitter vernommen, dass ich Probleme mit diversen Kunden hatte. Auch die Tatsache, dass manche Kunden die Arbeit nicht schätzten und grundsätzlich “nicht mehr als 10-20 Euro die Stunde” zahlen wollten, hat mich dazu gebracht, die Selbständigkeit aufzugeben einzuschränken. Noch dazu konnte ich in der letzten Zeit nicht mehr viele neue Kunden akquirieren.
So führte also eins zum anderen und vor rund einem Monat – irgendwann Mitte Januar – entschied ich mich dazu, mich auf eine Vollzeitstelle zu bewerben. Natürlich habe ich auch via Twitter gefragt und Hilfe bekommen. Dank geht natürlich auch an @MarcoLindner, der mich vermittelt hat vermitteln wollte.
Wie ich zu meinem Job kam
Letztlich sollte es aber @Caschy sein, der mir zu einer Vollzeitstelle verhalf. Auch er fand vor einiger Zeit einen Job dank seines Blogs. Vor ein paar Jahren hatte er bei Saturn gearbeitet; von einem ehemaligen Kollegen hat er vor kurzem erfahren, dass Saturn Delmenhorst einen Fachberater für Neue Medien sucht. Also habe ich mich auf die Stelle beworben und wurde prompt eingeladen (sicherlich auch dank seiner Empfehlung).
Das Vorstellungsgespräch
Am 16. Januar – Samstag – habe ich mich telefonisch beim Abteilungsleiter beworben/vorgestellt. Sonntag – gleich darauf, also 17. Januar – habe ich meine schriftliche Bewerbung per E-Mail verschickt. Schon Montag früh habe ich einen Anruf von ihm erhalten, ob ich abends Zeit hätte. Hatte ich, also sagte ich zu. Kurz darauf fiel mir ein, dass ich nicht wusste, wie ich hinkommen sollte. Hatte kein Geld mehr einstecken und mit meinem BOB-Ticket (ein Geldkarten-ähnliches Ticket) konnte ich mit Glück nur hin fahren, aber nicht zurück. Also bei Twitter per DM den @OxKing gefragt, ob er mir den Gefallen tun könnte, mich hinzufahren und wieder mit nach Hause zu nehmen.
Um 18:00 sollte ich dort sein und gegen 17:50 habe ich den Laden betreten. Kurz nach 18 Uhr wurde ich dann empfangen und sollte einen Personalfragebogen ausfüllen. Erst einige Zeit später – gegen 18:20/:30 – kam der Abteilungsleiter dann zusammen mit dem Geschäftsführer in das Besprechungszimmer und besprach mit mir meine Bewerbung.
Christian (mein “Fahrer”) musste gegen 19:45 an einem Kino sein und daher gegen 19:15 gehen. Caschy sagte vorher, es sollte 20-30 Minuten dauern. Also sollte ich spätestens(!) um 19 Uhr fertig sein. Gegen 19:30 oder :40 kam ich dann aus dem Gespräch und er war weg.
Die gute Nachricht: Ich sollte zum Probearbeiten kommen. Die schlechte Nachricht: Ich musste nach Hause laufen. Ungefähr 2 Stunden und 20 Minuten später kam ich dann zu Hause an – ich war fix und fertig.
Das Probearbeiten
Am Freitag, Samstag und Dienstag (22., 23. und 26. Januar) sollte ich Probearbeiten kommen. Es machte Spaß, auch wenn mir die Füße (und an den ersten beiden Abenden auch die Waden) weh taten. So richtig. Das war nicht spaßig. Dienstags war es etwas ruhiger, aber am Wochenende vorher war auch nicht viel los – Werder sei Dank :)
Ich hatte lediglich ein wenig “Angst”, weil ich keine Laptops und PCs verkaufen konnte.
Die erneute Einladung
An meinem letzen Probetag hieß es schon, dass ich wohl Donnerstag angerufen werden würde und man würde mir die Entscheidung mitteilen. Aber ein paar Minuten später bekam ich gesagt, ich solle Donnerstag um 13 Uhr wiederkommen.
Nun dachte ich fast ausschließlich darüber nach, ob man jemanden einladen würde (= hinfahren, Zeit verschwenden), wenn man ihm absagen wollen würde. Also sah ich – wenn auch mit ein bisschen Skepsis – meinen Vertragsabschluss näher rücken.
Der Arbeitsvertrag
Donnerstag um 13 Uhr sagte man mir dann, ich würde mich ganz gut anstellen; nur die Technik des Verkaufens würde mir (logischerweise) noch fehlen, aber die könne man mir ja beibringen. Viele Details aus dem Vertrag kann ich natürlich nicht nennen, aber hier die Eckdaten:
- Bezeichnung: Fachberater für Neue Medien (offiziell: Fachberater für den Bereich Neue Medien; dazu gehören PC-Hardware und Zubehör sowie Konsolen)
- Bezahlung: Laut Tarifvertrag (ver.di) für den Einzelhandel (es könnte mehr sein, ist für den Anfang aber vollkommen ausreichend; vor allem, dass ein Tarif zugrunde liegt, ist super)
- Befristung: Vorerst 1 Jahr (3 Monate Probezeit), wenn’s gut läuft ein weiteres Jahr, dann unbefristet
Ich sollte mir den 8-seitigen Vertrag in Ruhe durchlesen, der Geschäftsführer und der Abteilungsleiter sind in der Zwischenzeit aus dem Raum gegangen und haben sich anderen Dingen zugewendet. Ich konnte sogar via iPhone einen Brutto-Netto-Rechner bemühen und sehen, dass nach den Abzügen auch noch genug vom Brutto übrig ist :)
Nach Klärung einiger Fragen unterschrieb ich dann den Vertrag und teilte das gleich danach Caschy mit, der sich via Twitter dazu äußerte.
Kurzzusammenfassung
Dank Caschy bekam ich einen Job als Fachberater für Neue Medien (PC-Hardware, Zubehör, Konsolen) bei Saturn Delmenhorst. Bezahlung ausreichend für den Anfang, nach Tarif (ver.di Einzelhandel Niedersachsen). Der Job macht Spaß und ich werde in Zukunft öfter darüber schreiben.
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So viel Glück könnte ich aktuell auch gebrauchen. Freut mich sehr, dass es geklappt hat und drücke Dir die Daumen, dass es auch langfristig gut läuft. :-)
Wenn ich mal nach Delmenhorst komme, dann werde ich mich von Dir beraten lassen. :-)
Wünsche Dir für Deinen weiteren Weg alles gute und freue mich sehr für dich. Ja ich wiederhole mich.
Vom Programmierer zum Verkäufer, finde ich persönlich jetzt nicht so toll. Wir zum Beispiel suchen seit über sechs Monaten jemand fähigen für die Agentur, gute Bewerber sind jedoch nicht zu finden. Schade…
Ich würde mich nicht als “Verkäufer” bezeichnen. Das sind die, die im ALDI an der Kasse sitzen. Können sich gerade mal merken, wo was steht und ziehen Ware über den Scanner.
Fachberater trifft es schon. Habe in den ersten 4 Tagen schon massig Lob von den Kunden bekommen, wie viel Fachwissen ich doch hätte und wie gut ich beraten würde. Das macht mich glücklicher als 8 bis 10 Stunden am Tag auf einen Bildschirm zu starren…
Yo Schade dass Du nicht im Saturn in HB arbeitest ;)
Spricht etwas dagegen, dass du dich mal in Delmenhorst blicken lässt? Darfst auch gerne was kaufen :D
Ich schließe mich dem einfach mal an und gratuliere zum Vertrag. Ich drück dir die Daumen, dass du auch den unbefristeten Vertrag bekommst! Und das mit dem Verkaufen kriegst du auch schnell hin. Da bin ich mir sicher ;)
Dankeschön :) Naja, sie sagten: Reden können Sie (sprich: Sie bringen alles mit, was Sie brauchen, um ein guter Verkäufer zu werden), nur die Technik fehlt. Klingt gut.
Gratulation und viel Glück bezüglich des unbefristeten Vertrags. Du schaffst das schon… ;)
PS.: Ändere doch mal das Therapy-Header-Logo. :/
PS2.: Ich mag Saturn nicht, trotzdem viel Spaß! ;D
Nochmal Glückwunsch! Ich hoffe Du degenerierst da nicht zu einem normalen Saturn Fachberater…
Keine Sorge, das wird nicht passieren :)
Glückwunsch das du nun einen Job gefunden hat und vor allem so schnell. Dir für deine Zukunft alles Gute und lass uns bei Twitter aber nicht hängen ;)
Bleibt nur zu sagen: Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg! :)
Tja… Schliesse mich dann auch mal an ;)
Glückwunsch zum Vertrag und viel Glück weiterhin! :)
Willst du das jetzt ein Leben lang machen?
Weiß ich noch nicht. Aber zurzeit ist es die beste Alternative. Es macht Spaß und die Kollegen (und Chefs) sind toll – was will man mehr?
Hi Bomber, loss dich nett…………Wenn´s dir Spaß macht, ist das ok. Nochmal Glückwunsch und durchhalten. Und nicht denken, du bist jetzt Millionär:-)
Gruß
de Chef
Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg! :)